Montag, 28. März 2016

Warnitz, 25. - 27. März 2016, Ostern

Jan:
Früh ist Ostern dieses Jahr ... eine frühe Chance um mal aus der Stadt herauszukommen. In die Natur wollten wir und Rad fahren wollten wir. Also warum nicht in die Uckermark? Tini hatte uns ein Hotel am Oberuckersee in Warnitz besorgt und da wir unsere eigenen Räder mitnehmen wollten entschieden wir uns für die Anreise mit dem Zug.


Das Panoramahotel Uckermark liegt zirka 2km nördlich vom Bahnhof im Wald, direkt am Seeufer. Wir hatten ein schönes Doppelzimmer mit Terrasse und Seeblick.






Da es in der Nähe keine anderen Möglichkeiten gab etwas zu essen, hatten wir entgegen unseren Gewohnheiten Halbpension gebucht. Nach dem Check in sind wir ins Dorf gewandert. Dort lockte unter anderem eine Privatbrauerei mit selbst gebrautem Bier, das mussten wir doch probieren. Das Lokal sah verschlossen aus und wir suchten eine Weile nach dem Eingang. Wir waren die einzigen Gäste und nach unserem Bier wussten wir dann auch warum. Das Bier schmeckte uns nicht ... und warm war es auch ... und schal. Egal, wir beließen es dabei, gingen wieder heim und genossen vor dem Abendbrot den traumhaften Blick aus unserem Zimmer.


Die Küche in dem Hotel ist sehr zu empfehlen und wird nur noch von dem sehr netten Personal überboten. Obwohl abends dann fast alle Tische belegt waren war der Service schnell und wir haben uns hier richtig wohl gefühlt.


Am nächsten Tag schwangen wir uns auf die Räder. Wir wollten einmal um den Oberuckersee fahren und das Hotel hatte uns dazu einen Picknickkorb gepackt.
Das Wetter war toll und die von der Eiszeit geprägte Moränenlandschaft war sehr urig und beeindruckend.

Radweg um den See

Wir fuhren über Warnitz nach Süden, vorbei an der Südspitze des Sees nach Suckow. Hier wollten wir eine Pause machen aber leider war das Gut Suckow geschlossen.

Warnitz

Zufluß des Oberuckersees

Gut Suckow

Also plünderten wir einfach unseren Picknickkorb mit den leckeren Broten. In Fergitz schauten wir uns die alte Kirche an und als wir schon gehen wollten lud uns der Pfarrer spontan noch ein, den Kirchturm zu besteigen.

Kirche in Fergitz

In der Kirche Fergitz

Blick vom Kirchturm zum See

Turmglocke
Der Aufstieg lohnte sich natürlichen wegen des sonnigen Wetters und der wunderschönen Landschaft die den See umgiebt. Über Potzlow ging es dann an die Nordspitze des Sees nach Oberuckersee.





Hier bot sich das allererste Mal die Möglichkeit sich in einer Gaststätte zu stärken. Die Chance nutzen wir dann auch und ruhten uns im Biergarten, von der Frühlingssonne beschienen, eine runde aus.



Weiterging es bis zum Bahnübergang und dann immer den Gleisen folgend bis nach Hause in unser Hotel. Zur Belohnung für die Mühen das Tages wurde uns ein fantastischer Sonnenuntergang geboten.





Mittwoch, 17. Februar 2016

Travemünde Wochenende, 11.- 14. Februar 2016

Jan:
Neulich haben wir auf der Kautsch gelegen und einen Krimi geschaut. Hinnerk Schönemann düste da mit nem Boot vor der Kulisse einer kleinen Stadt an der Ostsee entlang, sah wirklich hübsch aus das Städtchen. Also gegoogelt und herausbekommen das es Travemünde ist. Sonst geht es im Februar für uns eigentlich immer nach Zinnowitz auf Usedom aber man ist ja offen für neues. Angereist sind wir mit dem Zug über Büchen und Lübeck. 

Bahnhof Lübeck

Bahnhof Travemünde


Tini hatte uns für die erste Nacht ein kleines Apartment am Strand zweite Reihe herausgesucht und die beiden anderen Nächte sollte es ins Maritim Hochhaus gehen.
Unser Häuschen, die Pension Strandhaus ,war wirklich schön und liebevoll eingerichtet. Wir haben übrigens pro Nacht 80,00 Euro inkl. Frühstück bezahlt.
Hätte man vielleicht alle Nächte hier buchen sollen?





Da wir was essen wollten liefen wir zum Maritim und entdeckten im „Restaurant Pub“ Labskaus auf der Karte. Das wollte ich schon immer mal probieren, ich mag Sachen die eklig klingen :-)  Ich war wirklich begeistert und bin ab jetzt Labskaus Fan.


Am nächsten Tag gab es ein kleines Frühstück und dann machten wir einen ausgiebigen Strandspaziergang. 







Kurz nach dem Mittag checkten wir im Maritim ein. Für das Comfort-Doppezimmer! bezahlten wir 129,00 Euro pro Nacht inkl. Halbpension. Wir bekamen ein Zimmer in der 5. Etage Westseite. Ojeh, so etwas hatte ich seit den Achtzigern nicht mehr gesehen. Alles total abgewohnt, ausgebrochene Stellen an Möbeln und Bettgestell, zerrissener Teppichboden.



Also bin ich zur Rezeption zurück und habe das Zimmer reklamiert. Hab erzählt, ich hab Tini das Wochenende hier zum Valentinstag geschenkt und mit dem Zimmer schäme ich mich. Hat funktioniert, ich bekam die Schlüssel für Zimmer zwei, sechste Etage Westseite. Das Zimmer war nicht ganz so verschlissen aber leider die Scheiben so blind das man nicht rauskucken konnte. Zimmer drei, renoviert, war dann in der neunten Etage, Ostseite mit Blick auf die Trave und den Priwal. Wunderschön und Tini und ich sind endlich glücklich.
Aber empfehlen können wir das Hotel nicht...


Den Rest des Tages nutzten wir für einen Bummel durch Travemünde. Ein wirklich hübsches kleines Städtchen mit alten krummen Häusern und einer sehr schönen Kirche.








Abendessen hatten wir im Hotelarrangement mit dabei, ein riesiges Buffet. Unmassen an Leuten und der daraus entstehende Lärm ließen uns aber nicht lang verweilen. Wir entschieden uns, in Jacken eingepackt, für einen Drink auf dem Balkon. Unter uns zogen die Fährschiffe vorbei, ein toller Ausblick.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen zog es uns auf den Priwal. Anfangs hatten wir mal überlegt hier zu übernachten, aber für nur 3 Nächte wollte uns keiner. Sehr ruhig und abgeschieden ist es hier im Winter. Ich glaub es hätte uns nicht gefallen. Zum Wandern jedoch war es sehr schön. Wir liefen durch den Ort und zurück am Meer entlang. Von hier hat man auch einen wunderschönen Blick auf Travemünde. 




Am ehemaligen U-Boothafen angelangt wollten wir noch die „Passat“ besichtigen, einen Viermast-Bark, gebaut 1911.




Leider war diese im Winter aber nicht zugänglich. So blieb uns nur der Blick von außen. Anschließend setzten wir mit der Fähre wieder über nach Travemünde. Wieder im Hotel angekommen fuhren wir noch ins oberste Stockwerk ins Restaurant „Über den Wolken“ Kuchen essen und den Ausblick genießen.



Am Sonntag nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und uns auf den Rückweg gemacht. Mittags wollten wir uns noch Lübeck ansehen und Mittag essen. Das Wetter war grau, dunkelgrau. 


So wurden wir keine Lübeck Freunde. Marzipan haben wir natürlich trotzdem mitgenommen nach Berlin :-)